VILLEN UND GÄRTEN

Villa Zirio a Sanremo - Foto APT RdF

Bel Respiro, Vista Lieta, Mirasole, Rondinella: es erscheint fast wie ein Kinderreim oder wie ein Zauberspruch. Es sind aber die Namen einiger der schönsten Villen des corso degli Inglesi in San Remo. Erbaut zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert sind sie von einer feinen Eleganz geprägt, die sich auch in den luxuriösen Gärten widerspiegelt. Bis heute sind diese fantastischen Residenzen von Privatleuten bewohnt – eine Besichtigung des Innern einer Villa ist also nicht möglich. Es lohnt sich aber auf jeden Fall diese Allee entlang zu spazieren um die einzigartige Atmosphäre einer anderen Zeit, die dieser ungewöhnlichen Szenerie innewohnt, einatmen zu können.

Es geht los mit der Villa Bel Respiro im Stil der Neo-Renaissance, heute Sitz des Instituts für Floricultura; dann kommt Castello Devachan (Hausnummer 470), 1920 Sitz der Conferenza Internazionale degli Stretti.

Während Villa Virginia (Nr. 452) ein schönes Beispiel für Jugendstil bildet, istVilla Fiorentina (Nr. 450) von der toskanischen Renaissance inspiriert; nackte Steinmauern, hölzerner Dachboden und schmiedeeiserne Dekors charakterisieren das Bauwerk. Im östlichen Teil der Stadt, entlang des corso Felice Cavalotti, sind dagegen die Villa ZirioVilla Nobel und Villa Ormondeinen Besuch wert.

Villa Nobel ist im Morisca-Stil gebaut und wurde 1890 bis 1896 von dem schwedischen Forscher Alfred Nobel bewohnt, der hier –kurz vor seinem Tod- beschloß, den berühmten Nobelpreis auszuschreiben. Die Villa ist heute ein Zentrum angesehener Kulturinitiativen und beherbergt ein Museum mit Relikten Nobels, zusammen mit einer Sammlung italienischer Nobelpreise. Im Park der Villa stehen viele alte und wertvolle Pflanzen. Der benachbarte Park, jener der Villa Ormond, ist noch größer, wird aber heute durch eine Straße in zwei Teile gespalten. Einst reichte er von der auf einem Hügel gelegenen Villa bis zum Meer hinab. In dem Park finden sich Fontänen, exotische und mediterrane Pflanzen, und ein japanischer Garten in Miniaturformat – Tribut an Atami, japanische Partnerstadt San Remos.

Neben dem Spielkasino liegt die neo-gotische Villa Noseda, einst Besitz des deutschen Barons Adolf Thiem und Villa Angerer im Jugendstil, in welcher der Österreicher Leopold Angerer lebte. Letztere ist mit ihrem wundervollen Blumenstuck und den gewundenen schmiedeeisernen Treppen besonders sehenswert.

Der speziellste Garten von ganz San Remo ist aber der parco Marsaglia. Er gehörte einer bekannten Familie aus der oberen Mittelschicht San Remos. Im Inneren des Parks gibt es Bäche, Seen, Wasserfälle – und eine Höhle: das Franco Alfano Auditorium, spektakuläre Szenerie für sommerliche Shows. Insgesamt gibt es über 2000 verschiedene Pflanzenarten in den Gärten San Remos. Die charakteristischste Pflanze bleibt aber die Palme, wie man an dem mit Palmen gesäumten corso Imperatrice erkennen kann. Die Pflanzen spendete die Zarin Maria Alexandrovna der Stadt, um damit eine Straße zu verschönern, die ihr dann gewidmet werden sollte. Bummelt man diese Palmenallee entlang, kann man einen wunderschönen Blick über das Meer genießen. In den Gärten des corso Imperatrice kann man sich angenehm entspannen; hier gibt es die reizende Frühlingsstatue von Vincenzo Pasquali, Symbol des milden Klimas von San Remo und das Garibaldi–Denkmal, ein Meisterwerk des Jugendstils von Leonardo Bistolfi, zu entdecken. Auch der Park BoscoBello ist mit seinem monumentalen Kreuzweg – ein Werk des Bildhauers Enrico Manfrini – einen Besuch wert. Die Gärten des corso Mombellozeichnen sich dagegen durch ihre üppige Palmenvegetation aus. Außerdem sehenswert sind die Gärten der piazza Colombo, die der Villa Zirio, desPalazzo Bellevue und der Villa Nobel.


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