Olivenöl

<b>La raccolta delle olive</b> - Foto APT RdF

Ernährungsexperten haben in Untersuchungen bestätigt, dass die mediterrane Diät eine sehr gesunde Ernährungsweise ist. In den 50er Jahren führte der Professor A. Keys einen Vergleich zwischen den Nahrungsgebräuchen der mediterranen Länder und jenen der nordeuropäischen Völker durch. Diese Studie ist unter dem Namen „Seven Country Study“ bekannt und kommt zu dem Fazit das die Bevölkerungen entlang der mediterranen Küste sich in einem besserem Gesundheitszustand befinden; insbesondere was Herz- und Kreislaufkrankheiten, Trombosen, Infarkte oder Diabetes, betrifft. Als Grund wird die mediterrane Ernährung angegeben, die auf der Verwendung von Brot, Pasta, Obst, Gemüse, Fisch und Olivenöl beruht. Menschen der Nordvölker seien dagegen statistisch eher von Herzkrankheiten betroffen, was auf den reichen Verzehr gesättigter Fette wie Butter oder Schmalz zurückgeführt wird.

Schon die griechische Mythologie berichtet von der Entstehung der Oliven: die Göttin Minerva pflanzte hiernach den ersten Olivenbaum an und sorgte sich um die Verbreitung der neuen Pflanze. Auch wenn man die Sagen beiseite läßt, ist eines sicher – Olivenbäume stammen aus der Antike und sind über den gesamten mediterranen Raum verteilt. Zu finden sind sie in Griechenland, Italien und insbesondere in Spanien.

In Ligurien werden Oliven seit römischen Zeiten kultiviert und die Produktion von Olivenöl entwickelte sich im Laufe der Zeit zu dem wichtigsten ökonomischen Faktor der Region. Im Verlauf der Jahrhunderte ist die Nachfrage nach Olivenöl beständig gestiegen, während man sich in Ligurien auf die Fähigkeiten der Benediktinermönche aus Taggia verließ. Seit 1050 organisierten die Benediktiner den Olivenanbau in den ligurischen Tälern: einerseits bauten sie Terrassen in die Hügel um hier Oliven zu kultivieren, andererseits züchteten sie durch präzise Auswahl und Veredelung die Sorte Taggiasca.

Eben diese Taggiasca – Oliven werden an der westligurischen Küste am häufigsten angebaut. Aus ihnen wird das berühmte Olivenöl extra vergine extrahiert aber auch in der Küche finden sie oft Anwendung..

Die Herstellung des Olivenöls folgt einer langen Tradition, die sich über die Jahrhunderte bewährt hat; es geht los mit der bacchiatura, eine Methode die Oliven per Hand zu ernten. Mit einem Stock aus Kastanienholz schlägt man gegen die Zweige der Olivenbäume und sammelt dann die Früchte auf. Anschließend werden die Oliven gepresst. Es wurden mittlerweile zwar einige Innovationen im Herstellungsprozess durchgeführt, die Essenz wurde dabei aber nicht berührt. Heute wird das Öl aus dem Fruchtfleisch der Oliven gewonnen, während die Kerne bereits vor dem Pressen entfernt werden. Somit erhält das Endprodukt eine höhere Qualität.

Aktuelle Studien belegen das Olivenöl extra vergine eines der besten Nahrungsmittel auf dem menschlichen Speiseplan darstellt. Eine der herausragenden Qualitäten ist der Gehalt der Säuren acid oleico und acid linoleico: beide werden vom Körper leicht aufgenommen und sind für unseren Organismus unverzichtbar.

Wenden wir uns also den Bestandteilen des an der Blumenküste, mit den Taggiasca – Oliven produzierten Öls zu. Strikte Regeln, die diesen Typ extra vergine definieren, bestimmen die Herkunftsangabe und geographische Bezeichnung „Riviera dei Fiori“. Diese Kennzeichnung ist absolut dem Olivenöl extra vergine vorbehalten, das mindestens zu 90% aus Taggiasca – Oliven besteht. So wird die hohe Qualität garantiert.

Experten und Prüfer bestätigen das dieses Öl leicht fruchtig ist und sich dabei durch einen delikaten süßen Geschmack und intensiven Geruch reifer Oliven auszeichnet. Die Farbe ist goldgelb mit leichtem grünen Anteil. Da es nicht gefiltert wird kann sich ein nebelartiger Absatz bilden. Ideal schmeckt es zu frischem Gemüse und kann vielen Fischgerichten den letzten Pepp verleihen.


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